Haben und Brauchen – Pressemitteilung, 14.09.2015: Aktion für ein Produktionszentrum für Kunst und Kultur am Alexanderplatz

16.9.2015, 13 Uhr. Treffpunkt Urania Weltzeituhr Alexanderplatz

Haben und Brauchen unterstützt die Aktion zum Auftakt der Kampagne „Hier entsteht ein Zentrum – ein Produktionszentrum für Kunst und Kultur“ von der AbBA (Allianz bedrohter Berliner Atelierhäuser), die den Raumbedarf von künstlerisch-sozialen Produktionszentren in Berlin auf die Tagesordnung setzt.

Teil der Kampagne ist die „Sichtbarmachung“ von vorhandenen geeigneten Standorten für künstlerische Produktionszentren im Zentrum von Berlin. Mit Aktionen soll auf den Raum- und Ateliernotstand für Kunst und Kultur aufmerksam gemacht werden, die Stadtgesellschaft aufgerüttelt und die Politik zum Handeln bewegt werden.

Zum Masterplan Alexanderplatz und zum Haus der Statistik erklärt Haben und Brauchen:
Architekt Hans Kollhoff redet der Berliner Stadtentwicklungspolitik mit der Überarbeitung seiner Pläne von 1993 nach dem Mund. Statt bisher 10 Hochhäuser, schlägt er nun 11 rund um den Alex vor. Haben und Brauchen wendet sich ausdrücklich gegen den Abriss weiterer DDR-Architektur im Zentrum Ostberlins. Berlin verfügt über rund 18 Millionen Quadratmeter Bürofläche. Die Leerstandsquote, selbst in City-Lagen, ist immer noch hoch. Der aktuelle Leerstandsmelder verzeichnet 616 Einträge. Die Verödung unserer Innenstädte zu austauschbaren hochpreisigen Quadratmeterpreis-Architekturen muss beendet werden und stattdessen auf die Interessen der BerlinerInnen gehört werden. Diese Interessen sind gut sichtbar z.B. durch das Ergebnis des Volksentscheids zum Tempelhofer Feld, die Aktionen gegen die Bebauung des Mauerparks, die gelungenen Aktionen zur Verhinderung der Privatisierung des Dragonerareals usw. Wie schon der Mietenvolksentscheid deutlich zeigte: Wohnraum für 4,50 Euro den Quadratmeter und wie Haben und Brauchen darüber hinaus fordert: Raum für die Produktion von aktuell relevanter Kunst und Kultur ist notwendig und gewünscht!

Berlin braucht Wohnraum, auch für die zukünftigen BerlinerInnen, die in diesen Tagen als Geflüchtete in unsere Stadt kommen. Berlin braucht lebendige Orte künstlerischer, kultureller und sozialer Produktion und Begegnung. Beispielhafte Projekte sind u.a. ExRotaprint im Wedding, das Zentrum für Kunst und Urbanistik in Moabit und der Prinzessinnengarten in Kreuzberg.

AbBA und Haben und Brauchen fordern Politik und Verwaltung auf, im Rahmen der aktuellen Verfahren zum Alexanderplatz endlich über Nutzungskonzepte statt über abstrakte Baukubaturen zu sprechen.

Die Neugestaltung des Alexanderplatzes und seines Umfelds muss hinsichtlich seiner historischen Vergangenheit und seines kulturellen Potentials neu gedacht werden, damit hier ein lebenswertes und soziales Stück Stadt entstehen kann. Noch können Fehler korrigiert werden. Der Ausverkauf der Stadt an Bauinvestoren aber auch an höchstzahlende MieterInnen, insbesondere Konzerne, Franchiser und Ketten, führt in die Sackgasse. Innovative, lebendige und offene Produktionszentren für Kunst, Kultur und Soziales, aber auch für Kleingewerbe sollten bei den Neuplanungen am Alexanderplatz (und anderswo) berücksichtigt werden.

Am 16.9.2015 werden vor Ort konkrete Forderungen und Pläne für das Umfeld des Alexanderplatzes bekanntgegeben sowie Schauplätze der Kampagne veröffentlicht.

Unterstützer der AbBA Aktion: Initiative Stadt Neudenken, Haben und Brauchen, bbk berlin, Zentrum für Kunst und Urbanistik (ZK/U), Stadt von Unten, Prinzessinnengarten, Koalition Freie Szene, Clubkommission, open berlin, Rat für die Künste u.a.

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Pressemitteilung-Haben-und-Brauchen-140915.pdf

Haben und Brauchen Einwand gegen den Bebauungsplan 1-64a VE für den Mauerpark

Haben und Brauchen ist eine Diskussions- und Aktionsplattform für Akteure aus dem Kunstfeld und angrenzender Tätigkeitsbereiche. Neben politisch motivierten Auseinandersetzungen mit den Themenfeldern „Arbeit“ und „Kunstbegriff“ beschäftigt sich Haben und Brauchen auch intensiv mit dem „Stadt-Raum“ in Berlin.

Wir lehnen den Bebauungsplan 1-64a VE für den Mauerpark ab, weil bei dem Vertragsabschluss mit dem Investor CA Immo (der dann an die Groth-Gruppe verkaufte) Grundsätze des Planungsrechts, Baurechts und des Verwaltunsgverfahrensrechts verletzt wurden. Die Flächen im Mauerpark waren zum Zeitpunkt des Verkaufs z.B. als Grünflächen ausgewiesen und keinesfalls als Bauland. Darüberhinaus wurde vor einer Bürgerbeteiligung eine weitgehende Vorfestlegung der Bebauung mit dem Investor vereinbart und 7 Millionen öffentliche Gelder als Kostenzuschuss für das profitträchtige Bauvorhaben zugesagt sowie zusätzliche Entschädigungen in Millionenhöhe versprochen, sollte sich das Projekt nicht realisieren lassen. Haben und Brauchen wird Initiativen wie 100% Mauerpark, Mauerpark Allianz unterstützen, die gegen den Bebauungsplan 1-64a VE vorgehen.

Haben und Brauchen wendet sich darüberhinaus generell gegen Bauprojekte die vorgeben auch einen gewissen Anteil an „bezahlbaren Wohnraum zu schaffen“ nur um an öffentliche Gelder zu gelangen. Die Wohnungen des Bebauungsplan 1-64a VE sind durch ihren Quadratmeterpreis gerade nicht für Hartz IV-EmpfängerInnen bezahlbar, für diese BerlinerInnen brauchen wir aber am dringendsten bezahlbaren Wohnraum. Sogenannter „bezahlbaren Wohnraum“ des Bebauungsplanes 1-64a VE stellt lediglich eine mediale Rechtfertigung zur Legitimierung von zahlenmäßig weit überwiegenden Luxuswohnungen dar. Gemeinsam mit Initiativen wie Kotti & Co haben wir mehrfach darauf hingewiesen, dass dauerhafter sozialer Wohnungsbau mit einem Quadratmeterpreis von maximal 5 Euro in der Innenstadt dringend gebraucht wird um die stetig ansteigende Vertreibung von einkommensschwachen Haushalten durch juristische Instrumente wie „Modernisierung“, „Eigenbedarf“ und die zahlreichen Privatisierungen ehemals sozialen Wohnungsbaus zu stoppen. Stattdessen wird der Bebauungsplan der Groth-Gruppe zu erneuter Verdrängung von AnwohnerInnen aus den angrenzenden Nachbarschaften des Mauerparks führen.

Haben und Brauchen ist gegen den Bebauungsplan 1-64a VE, der die angrenzende öffentliche Parkfläche, den Spielplatz und den Kinderbauernhof bei einer Realisierung des Plans weitreichend verschatten würde und damit den Gebrauchswert des Parks für die Allgemeinheit nachhaltig entwertet zum Vorteil von wenigen Luxusimmobilienbesitzern, die stattdessen den Park für ihre Immobilien als wertsteigernde „schöne Aussicht“ vermarkten werden. Es ist bekannt, dass Besitzer von Eigentumswohnungen Klagen gegen Lautstärkebelästigungen anstrengen, die im Mauerpark durch die hohe Frequenz an ParknutzerInnen, besonders an den „Ruhetagen“ Sonnabend und Sonntag gegeben ist. Dies wird dazu führen, dass die Aktivitäten im Mauerpark nach einer Realisierung des Bebauungsplan 1-64a VE stark eingeschränkt oder verboten werden. Das bereits öffentlich geäußerte Anliegen der Groth-Gruppe für die Verlegung des Kinderbauernhofs ist ein deutlicher Hinweis dafür. Haben und Brauchen lehnt diese beschriebenen Nutzungseinschränkungen und Entwertungen des öffentlichen Parks die durch die Realisierung des Bebauungsplan 1-64a VE hervorgerufen werden würden vehement ab.

HABEN UND BRAUCHEN Presseerklärung vom 13.11.2012 zur „K2 – Eine Dialogveranstaltung der Kulturverwaltung des Berliner Senats“ am 15./ 16.November 2012

Am 10. Mai 2011 legten Haben und Brauchen dem Kultursenat einen „Fahrplan zum Entwicklungsplan der Kunststadt Berlin“, kurz Kunstplan, vor. In diesem wiesen wir mit Nachdruck auf die Notwendigkeit hin, ein Forum einzurichten, das zur Aufgabe hätte, auf kontinuierlicher Basis einen überparteilichen Dialog zwischen dem Senat, der freien Szene und Vertretern der Kunstinstitutionen der Stadt zu führen. Wir sind überzeugt, dass nur im Rahmen einer solchen, institutionell verankerten, längerfristigen Zusammen-arbeit die reale Not der Kunst- und Kulturschaffenden in Berlin behoben werden kann.

Der Großteil der Kunst- und Kulturschaffenden in Berlin lebt an oder unter der Armutsgrenze und wird aus den (durch sie) aufgewerteten Stadteilen verdrängt. Die Lebens- und Arbeitsbedingungen, die die Stadt einst für eine freie Szene attraktiv gemacht haben, existieren so nicht mehr. Berlin ist trocken gewohnt. Die Stadt zerstört mit ihrer verkaufsorientierten Liegenschaftspolitik die Bedingungen ihrer kulturellen Vitalität. Der Freiraum von einst ist ausverkauft. Mit der Kunstmetropole Berlin ist es in absehbarer Zeit vorbei. KünstlerInnen verlassen Berlin.

Wenn Berlin in Zukunft eine Stadt für eine freie Kunst- und Kulturszene bleiben will, muss jetzt eine Instanz geschaffen werden, die eine sachliche Ermittlung der Gründe für die reale Not der ProduzentInnen und nachhaltige strukturelle Maßnahmen zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen der freien Szene in Berlin leisten kann.

Am 15./16. November 2012 richtet die kommerzielle Agentur ZIA (Zentrale Intelligenz Agentur) im Auftrag des Berliner Senats in Zusammenarbeit mit den Kulturprojekten Berlin den sogenannten Open Space K2 aus, um die Frage zu erörtern, wie die Zukunft der Bildenden Kunst in Berlin aussehen könnte. Zu dieser Veranstaltung mit moderierter Diskussion lädt die Agentur neben Mitgliedern der Senatsverwaltung verschiedene Akteure aus diesem Kunstbereich ein.

Haben und Brauchen begrüßen die Initiative des Senats, das Gespräch mit der freien Szene zu suchen. Wir sind jedoch geschockt von der Grundhaltung, die aus der Form der geplanten Veranstaltung spricht. Auf einer von Haben und Brauchen organisierten Versammlung der freien Berliner Szene im Künstlerhaus Bethanien am 27./28. Oktober formulierten wir deshalb folgende Kritik am K2:

  • Der K2 ist auf schnellen Austausch angelegt und kann so maximal ein vages Stimmungsbild der Lage ergeben. Aufgrund dieser Konzeption ist, trotz eines Budgets von 50.000 Euro nicht damit zu rechnen, dass der K2 Ergebnisse erbringen wird, die zu nachhaltigen konstruktiven Maßnahmen führen könnten.
  • Eine fundierte Ermittlung der Gründe für die Not der ProduzentInnen und eine Planung struktureller Maßnahmen kann in dieser Form NICHT objektiv geleistet werden.
  • Die vom K2 formulierten Leitfragen blenden die Probleme der Kunststadt Berlin und die Misere der ProduzentInnen aus. Sie erwecken den Eindruck, dass Kunst in Berlin eine Wachstumsbranche sei und es nur mehr um die Steuerung des Wachstums ginge. Dass auf der existentiellen Produktionsebene Kunst in Berlin kurz vorm Kollaps steht, ist nicht Thema. Grundlage der Diskussion ist eine Illusion von Wachstum, das es so nicht gibt.
  • Die unfreiwillige Ironie des K2 liegt darin, dass die eingeladenen Teilnehmer für ihre Beiträge kein Honorar erhalten und sich somit die Logik der Missstände unmittelbar in der Konzeption des K2 abbildet: Für Vertreter von Institutionen fällt die Teilnahme ohnehin in ihre bezahlte Arbeitszeit. Für alle frei Arbeitenden gestaltet sich die Situation wie üblich in der Kultur Berlins: Ein Beitrag wird erwartet, aber selbstverständlich nicht bezahlt.
  • Vertreter der Parteien wurden erst eingeladen, nachdem Haben und Brauchen die mangelnde Involvierung der Politik durch den K2 ausdrücklich kritisiert hatten.
  • Der K2 kann kein Ersatz für den längerfristigen überparteilichen Dialog über einen Kunstplan sein, der zur Behebung der Probleme in der Stadt dringendst notwendig wäre.
  • Der K2 steht im Gegenteil symptomatisch für eine verheerende Tendenz in der Berliner Kulturpolitik, Entscheidungskompetenz und enorme finanzielle Mittel im großen Stil an kommerzielle Agenturen wie die ZIA und eine hausnahe GmbH wie die Kulturprojekte outzusourcen. Dadurch steuert der Senat politisch auf eine Kommerzialisierung der Kultur zu, und entzieht sich effektiv der Verantwortung für die inhaltliche Gestaltung der Kulturpolitik, die Verbesserung der Produktionsbedingungen von Kultur und den nachhaltigen Dialog mit den ProduzentInnen außerhalb der hausnahen Kreise.

Haben und Brauchen sprechen sich aus:

  • Wir sind gegen eine wettbewerbsgeleitete, neoliberal orientierte Kunstproduktion.
  • Wir sind für einen Prozess des Kulturschaffens, der unabhängig von ökonomischen, marktproduzierenden und marktgesteuerten Ordnungsprinzipien verstanden wird.
  • Wir fordern die Stadt dazu auf, Kunst als Kern ihres Gemeinwesens anzuerkennen.
  • Wir brauchen mehr als nur Förderung. Wir fordern einen Anteil an finanziellen Mitteln, der dem Beitrag der Kunst zurAufwertung Berlins real entspricht.
  • Wir fordern die Wiedereinführung eines Beratungsgremiums für Kunst.
  • Wir fordern eine Liegenschaftspolitik, die Arbeits- und Ausstellungsräume für Kunst schafft.
  • Wir wollen, dass Ausstellungshonorare bezahlt werden, wenn Kunst ausgestellt wird.
  • Wir fordern einen langfristig angelegten Kunstplan.

Haben und Brauchen treten ein:

  • Für die objektive Ermittlung der Notstände auf der existentiellen Produktionsebene, d.h. den Arbeits- und Lebensbedingungen der Freien Szene Berlins.
  • Für die Planung nachhaltiger struktureller Maßnahmen zur Behebung dieser Notlage.
  • Für einen längerfristigen überparteilichen Dialog zu diesem Zweck zwischen dem Senat und der freien Kunst und Kultur Szene Berlins im Rahmen eines institutionell verankerten Forums.

Diesen Dialog sind wir zu führen bereit.

Download as pdf: HuBpresseerklärung_13-11-2012

Pressemitteilung zur Veranstaltung K2 des Rats für die Künste

Der Rat für die Künste begrüßt die Initiative der Kulturverwaltung, den Dialog mit den Akteuren der Bildenden Kunst zu suchen. Zum ersten mal werden Akteure unterschiedlicher Felder der Bildenden Kunst eingeladen, unabhängig davon, ob sie unmittelbar in die Zuständigkeit der Senatskanzlei/Kulturelle Angelegenheiten fallen oder nicht. Dieser Blick auf die gesamtstädtische Situation des Kunststandortes Berlin ist ein erster wichtiger Schritt.

Damit jedoch K2 zielführend wird, empfiehlt der Rat folgende Anpassungen des Konzepts:

  • Ein Dialog nur zwischen Verwaltung und Akteuren der Bildenden Kunst reicht nicht aus! VertreterInnen aller Fraktionen im Abgeordnetenhaus sollten als TeilnehmerInnen eingeladen werden!
  • Die Initiative für K2 geht auf die Diskussionen und Forderungen im Rahmen von „Haben und Brauchen“ zurück. Unverständlich bleibt daher, dass nur StellvertreterInnen dieser Initiative eingeladen sind.
  • K2 muss sich den unterschiedlichen Meinungen aus der Berliner Künstlerschaft öffnen. Der Dialog darf nicht auf wenige „Künstler-Big Names“oder StellvertreterInnen reduziert werden.
  • Die Finanzierung von K2 muss transparent gemacht werden! Gerade weil dieser Veranstaltung sehr viele ehrenamtliche Initiativen vorangingen, muss dargelegt werden, wie die Mittel in Höhe von 50.000,- verausgabt werden.
  • Der Dialog muss zielgerichtet geführt werden, d.h. es muss von derSenatskanzlei/Kulturelle Angelegenheit formuliert werden, in welcher Verbindlichkeit anErgebnissen weitergearbeitet werden soll.
  • Der Dialog muss verstetigt werden und regelmäßig stattfinden. K2 kann nur ein Anfang sein – Weitere öffentliche Veranstaltungen müssen folgen. Darüber hinaus ist ein Beirat Bildende Kunst einzurichten, der in seiner Zusammensetzung das Spektrum der Bildenden Kunst in Berlin repräsentiert und regelmäßig als Beratungsgremium der Senatskanzlei/Kulturelle Angelegenheiten zusammenkommt.

http://www.rat-fuer-die-kuenste.de/dokumente/PMRfdKzuK2.pdf

Open Call | Vorsicht !

ArtWiki  – 7. Berlin Biennale

Im Rahmen der 7. Berlin Biennale „sollen digitale Abbildungen von Kunstwerken, Biographisches und Aussagen zum künstlerischen und/oder politischen Selbstverständnis“  von 5.000 Künstlerinnen und Künstlern, die sich zur Teilnahme an der Ausstellung beworben hatten, auf der Plattform ArtWiki veröffentlicht „und vor allem frei verbreitet und genutzt werden können.“

Vorsicht: Künstlerinnen und Künstler, die diesen Nutzungsbedingungen zustimmen, verlieren alle Rechte an diesen Daten. Ihre Nutzungen entzieht sich dann jeder Kontrolle. Konzepte, Ideen, Werkabbildungen und politische Statements stehen damit ohne Einschränkung zur freien, unkontrollierten Verfügung. Es gibt daher keine Handhabe gegen offensichtliche Plagiate oder Verfälschungen.

Der bbk berlin lässt den ArtWiki Gesellschaftsvertrag rechtlich prüfen und wird weiter informieren.

http://artwiki.org/ArtWiki:Manifest

Zusammensetzung des neu gewählten Rates für die Künste, Berlin

Dies sind die gewählten Mitglieder des neuen Rates: Wir gratulieren sehr herzlich!

gegen 21:30 Uhr gestern Abend waren alle Stimmen ausgezählt und der neue Rat bestimmt. Es gab einen außerordentlich guten Zuspruch, 313 Personen haben sich zur Wahl registrieren lassen. 306 Wahlzettel wurden abgegeben, 295 davon waren gültig.

Dies sind die gewählten Mitglieder des neuen Rates: Wir gratulieren sehr herzlich!

Altenhof, Andreas – Direktorium Neuköllner Oper
Bauer, Stéphane – Leiter Kunstraum Kreuzberg-Bethanien
Baumann, Leonie – Rektorin Kunsthochschule Berlin-Weißensee
Beier Gabi – Leitung ada Studio&Bühne für zeitgenössischen Tanz
Bleidt, Christoff – Leiter Theaterhaus Mitte
Blumenstein, Ellen – Gründerin Salon Populaire, Freie Kuratorin, Haben und Brauchen
Boros, Adrienne – Geschäftsführerin Freie Volksbühne Berlin e.V.
Büdenhölzer, Yvonne – Leiterin Theatertreffen, Berliner Festspiele
Carvalho, Wagner – move berlim – Festival de Dança Contemporânea Brasileira
Fehrmann, Silvia – Leiterin Kommunikation Haus der Kulturen der Welt
Heyden, Mathias – Kurator, Architekt, Gründer von ISPARA, Initiative Stadt Neudenken
Horn, Gabriele – Direktorin Kunst-Werke Institute for Contemporary Art
Khuon, Ulrich – Intendant Deutsches Theater
Kolland, Dorothea – Leiterin Kulturamt Neukölln
Milliken, Catherine – Musikerin, Beirat Jugend musiziert beim Deutschen Musikrat
Sandig, Jochen – künstlerische Leitung Radial System V und Sasha Waltz
Schumacher, Max – Landesverband Freie Theaterschaffende
Steffens, Martin – Leitung 48 h Neukölln
Werner, Franziska – künstlerische Leiterin Sophiensaele
Wuschek, Kay – Intendant Theater an der Parkaue

Es wurden 20 Mitglieder benannt, da es für Platz 18+19 bei drei Personen Stimmgleichheit gab.

Der neue Rat wird sich am 2. April zu seiner ersten Sitzung zusammen finden und dann auch über mögliche Nachberufungen entscheiden.

Vollversammlung und Neuwahlen Rat für die Künste

Hallo liebe alle,

heute Abend finden die Vollversammlung und Neuwahlen des Rats für die Künste in den Sophiensaelen statt. Ich habe mich für Haben und Brauchen aufstellen lassen, wäre toll wenn einige kommen könnten, um zu wählen.

Matthias Heyden und Corinna Vosse von Stadt Neu Denken sind ebenfalls aufgestellt.

Die Veranstaltung beginnt um 18.00 Uhr. Es ist folgender Ablauf geplant:

ab 17.30 Uhr
Registrierung der Wählenden

18.00 Uhr
Bericht des derzeitigen Rates über die Arbeit der vergangenen  zwei Jahre

18.30 Uhr
Kurze Vorstellung der Kandidatinnen und Kandidaten

19.30 Uhr
Wahl  (per Wahlzettel – Unterlagen bitte bei der Registrierung in Empfang nehmen)

20.00 Uhr
Austausch über aktuelle Kulturpolitische Themen

ca 20.45 Uhr
Bekanntgabe des Wahlergebnisses

Neuwahlen beim Rat für die Künste

Der Rat für die Künste wird am Montag, den 26. März 2012, um 18:00 Uhr in den Sophiensälen neugewählt.

Ellen Blumenstein von „Haben und Brauchen“ und Karina Pospiech, Bildende Künstlerin, sind unter der Rubrik „Freie Projekte und Institutionen“ vorgeschlagen.

Im Rat sind Management und Verwaltung überproportional vertreten.

Es macht daher Sinn, vor allem Künstlerinnen und Künstler zu unterstützen und an der Wahl teilzunehmen.

Sophiensäle, Sophienstraße 18, 10178 Berlin-Mitte / U-Bahn Weinmeisterstraße, S-Bahn Hackescher Markt, S-Bahn Oranienburger Straße http://www.sophiensaele.com/produktionen.php?IDstueck=953

Berliner Kunstinstitutionen und –initiativen veröffentlichen zentrale Forderungen an die Berliner Kulturpolitik

Pressemitteilung  –  Berlin, den 28. September 2011

Mit Blick auf die neue Legislaturperiode haben maßgebliche Akteure der Bildenden Kunst in Berlin

Stéphane Bauer als Leiter des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien,
Leonie Baumann als Rektorin der Kunsthochschule Berlin Weißensee,
Kerstin Karge für das Netzwerk unabhängiger Projekträume und –initiativen,
Herbert Mondry als Vorsitzender des bbk berlin,
Karin Rebbert als Geschäftsführerin Neue Gesellschaft für Bildende Kunst,
Christoph Tannert als Projektleiter vom Künstlerhaus Bethanien,
Florian Wüst von der Initiative Haben und Brauchen,

gemeinsame Anforderungen an die künftige Berliner Kultur- und Stadtentwicklungspolitik formuliert.

Sie lauten:

Was die Bildende Kunst in Berlin braucht:

Eine angemessene Wertschätzung der zeitgenössischen Bildenden Kunst und ihrer Leistungen für die Stadt Berlin – damit verbunden eine ernsthafte Auseinandersetzung mit den oft prekären Lebens- und Arbeitsbedingungen der Bildenden Künstler/innen, überhaupt der meisten Akteure der Bildenden Kunst in Berlin.

Bau- und Stadtentwicklungspolitik

Wirkungsvolle Strategien gegen die zunehmenden innerstädtischen Aufwertungs- und Verdrängungsprozesse, so dass die für die Kunst und die Künstler/innen notwendigen Produktions-, Projekt- und Präsentationsflächen bezahlbar bleiben. Dazu gehört eine veränderte Liegenschaftspolitik des Landes Berlin, beispielsweise im Liegenschaftsfonds und bei der Nutzungsplanung des Flughafengeländes Tempelhof, die einer kulturellen Nutzung Vorrang einräumt.

Individuelle Förderung

Eine individuelle Künstlerförderung, die der gestiegenen Zahl auch internationaler Künstler/innen in der Stadt gerecht wird; Zahlung von Ausstellungshonoraren für die Werknutzungen Bildender Künstler/innen in den von Berlin getragenen Ausstellungen sowie eine angemessene Vergütung kuratorischer Arbeit.

Infrastrukturförderung

Eine substanzielle Förderung der Arbeits-, Produktions- und Präsentationsstrukturen der Bildenden Kunst, die die bestehenden Strukturen nicht weiter gefährdet, sondern fördert und Planungssicherheit gewährleistet. Hierzu gehören auch Finanzierungsressourcen zur Realisierung größerer gemeinsamer Ausstellungsvorhaben der Kunstvereine und der Kunstwerke.

Förderung alternativer Netzwerke

Eine Wahrnehmung des Beitrages, den selbstorganisierte Projekt- und Kunsträume sowie Produzentengalerien zur Entwicklung der Kunst und für Berlin leisten, sowie eine entsprechend flexible Förderstruktur.

Bezirkliche Kulturförderung

Einen Stopp des Abbaus in der bezirklichen Kulturarbeit und eine Beseitigung der strukturellen Defizite bei Mittelzuweisung und Personalentwicklung.

Kulturpolitischer Dialog

Notwendig ist ein verbindlicher, kontinuierlicher Meinungs- und Wissensaustausch zwischen Akteuren der Bildenden Kunst und kulturpolitischen Entscheidungsträgern.

Diese Eckpunkte sind heute an die Fraktionen im Berliner Abgeordnetenhaus und an die Berliner Kulturverwaltung übermittelt worden.