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Haben und Brauchen MANIFEST

Verschiedene Berliner Kunstakteure haben gemeinsam ein Manifest verfasst. Diskutiert werden Begriffe künstlerischer und geistiger Arbeit, kultur- und stadtpolitische Fragen sowie der Zustand des Gemeinwesens.

Die erste Fassung des MANIFESTs steht! Die Diskussionen gehen weiter!
Das Manifest zum Download in Deutsch, Englisch und Polnisch:

Und als gedrucktes Heft an den folgenden Orten für eine Schutzgebühr
von 3€ erhältlich bei:

  • Archive Kabinett (Dieffenbachstrasse 31, Kreuzberg)
  • b_books (Lübbenerstr. 14, Kreuzberg)
  • berufsverband bildender künstler berlin e.V. (Köthener Str. 44, Kreuzberg)
  • Motto Berlin (Skalitzer Str. 68, Kreuzberg)
  • NGBK (Oranienstrasse 26, Kreuzberg)
  • Pro qm (Almstadtstraße 48-50, Mitte)
  • Schwarze Risse (Gneisenaustr. 2a, Kreuzeberg)
  • Schwarze Risse (Kastanienallee 85, Prenzlauer Berg)

HABEN UND BRAUCHEN MANIFEST – PRÄAMBEL

Bis vor wenigen Jahren ermöglichte die besondere historische Situation Berlins besondere Arbeits- und Lebensbedingungen in der Stadt: im Gegensatz zu anderen Großstädten bestand kein besonderer Druck auf dem Wohnungsmarkt und das Angebot an Räumen ermöglichte eine vielfältige, oft selbstorganisierte Kunstpraxis. Diese Situation beginnt sich nun dramatisch zu verändern. Die Mieten steigen und der Druck auf die Produktions- und Lebensbedigungen erhöht sich, ohne dass sich die Situation zum Gelderwerb verbessert hätte. Nach wie vor verdienen die meisten Kulturschaffenden ihr Geld außerhalb Berlins.

Die rege Kunstszene entwickelte sich in Berlin weniger durch besondere Unterstützung der öffentlichen Hand, sondern durch ihre historische Situation. Genau in dem Moment, in dem sich Bedingungen für Kulturschaffende jedoch dramatisch verschlechtern, besinnt sich die Stadt auf ihre Künstlerinnen. Das ist im Prinzip willkommen zu heissen. Die Auffassung, wie Kunst zu fördern sei, steht bis jetzt jedoch im scharfem Gegensatz zu dem, was Künstlerinnen selbst als notwendig erachten. Unserer Meinung nach brauchen Kulturschaffende heute zuallererst eine Absicherung ihrer Produktionsbedingungen (und nicht notwenigerweise eine neue Kunsthalle).[1]

Die seit 2011 tätige Aktionsgruppe Haben und Brauchen bietet in diesem Rahmen für Akteure aus dem Kunstfeld und angrenzender Tätigkeitsbereiche eine Diskussions- und Aktionsplattform an. Berlin unterscheidet sich in seiner sozialen und ökonomischen Struktur immer noch von anderen Städten weltweit. In der historisch bedingten Heterogenität und Durchmischung der Stadt liegt ein Potential für die Zukunft und kein Auslaufmodell der Vergangenheit. Vor diesem Hintergrund gilt es ein Bewusstsein und Selbstverständnis darüber herzustellen, was die künstlerischen Produktions- und Artikulationsformen, die sich in Berlin über die letzten Jahrzehnte entfaltet haben, auszeichnet und wie diese erhalten und weiterentwickelt werden können. Deshalb ist es von Bedeutung, sich nicht auf die Forderung nach städtischen Freiräumen und bezahlbaren Ateliers, nach Erhöhung und Neuorientierung der öffentlichen Kunstförderung zu beschränken, sondern eine Anbindung an aktuelle Diskussionen um Stadtentwicklung, Liegenschafts- und Mietenpolitik zu vollziehen und sich im Hinblick auf die Begriffe und Realitäten von Arbeit, Produktivität und Gemeinwesen zu positionieren.

Das in diesem Zusammenhang enwickelte und hier vorliegende Manifest wurde von mehr als 40 Personen in gemeinsamer Arbeit geschrieben. Dieses gemeinschaftliche Schreiben ist ein Experiment und der Versuch, die vielfältigen Stimmen zur Situationen der zeitgenössischen Berliner Kunstszene zu vermitteln und zur Diskussion zu stellen. Es versteht sich als ein erster Schritt — zu weiteren Diskussionen und Aktionen genauso wie zur Fortsetzung des Textes.

[1] Der offene Brief in Reaktion auf die geplante „Leistungsschau junger Kunst aus Berlin“ vom 25. Januar 2011 hat eine breite kulturpolitische Debatte ausgelöst und zu einer Aktivierung der Auseinandersetzung um Gegenwart und Zukunft der Produktions- und Präsentationsbedingungen zeitgenössischer Kunst in Berlin beigetragen. Siehe www.habenundbrauchen.kuenstler-petition.de

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Gespräch zum künstlerischen Arbeitsbegriff mit Rahel Jaeggi am 21.5.12, 21 Uhr, mit Martin Saar am 29.5.12, 20 Uhr

Die Arbeitsgruppe zum künstlerischen Arbeitsbegriff organisiert in den kommenden Tagen zwei Gesprächsabende, um auf der Basis des H&B Manifest-Textes zur Arbeit den Begriff künstlerischer Arbeit weiter zu diskutieren:

  • 21. Mai 2012, 21 Uhr: Rahel Jaeggi,
    Philosophin (Praktische Philosophie, Rechts-&Sozialphilosophie), Humboldt-Universität Berlin
  • 29. Mai 2012, 20 Uhr Martin Saar,
    Philosoph (politische Philosophie & Ästhetik), Universität Hamburg

Beide Gespräche finden bei Judith Raum, Gitschiner Straße 89 in Kreuzberg statt.

Interessierte sind willkommen, dabeizusein. bitte bei Judith melden: judith.raum@googlemail.com

zur Vorbereitung lesen wir die Texte von Honneth, Negri und Gorz in Polar #4, alle online unter:  

http://www.polar-zeitschrift.de/

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Last Saturday an event occurred in Milan

Leider ist der Eintrag nur auf English verfügbar.

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Drohende Rentenversicherungspflicht für Freiberufler und Selbstständige

Liebe Freunde,

im Januar 2013 soll im Deutschen Bundestag ein umfassendes Rentenreformpaket beschlossen werden, das eine Rentenversicherungs-pflicht für Selbständige beinhaltet. Die daraus resultierenden Veränderungen hätten weitreichende Auswirkungen für rund 3 Mio. Selbständige. Der einkommensunabhängige (!) monatliche Beitrag soll rund 400 EUR betragen. Zudem soll die Wahlfreiheit, in welcher Form die Altersvorsorge erfolgt, stark eingeschränkt werden (nicht vererblich, nicht übertragbar, nicht beleihbar, nicht veräußerbar, nicht kapitalisierbar und als Rente ausgezahlt). Das Ganze geschieht unter dem Vorwand der Vorsorge von Altersarmut unter Selbstständigen, obwohl es derzeit keine Studien gibt, die eine solche Gefahr belegen (siehe Links unten).

Problematisch ist vor allem, dass eine solche einkommensunabhängige Rentenversicherung zusammen mit dem bereits hohen Krankenver-sicherungsbeitrag für Selbstständige über 600€ Fixkosten im Monat für Selbstständige bedeutet. Solche Fixkosten gefährden die Existenz junger Selbstständiger in der Gründungsphase, sowie einkommensschwache oder fluktuierende Berufe wie z.B. Kulturschaffende oder Trainer. Eine Lösung wäre eine einkommensgebundene Rentenversicherung bzw. weiterhin die Freiheit, selbstständig die eigene Altersabsicherung zu wählen.

Auf der Website des Deutschen Bundestages wurde eine öffentliche Petition gegen die geplante Rentenversicherungspflicht eingestellt. Damit die Petition im Bundestag Gehör findet, muss sie bis zum 22.05.2012 von 50.000 Personen mitgezeichnet werden.

Den Text der Petition findet Ihr unter:
https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition%3Bsa%3Ddetails%3Bpetition%3D23835

Die Petition wurde leider in den letzten Wochen kaum
kommuniziert. Bitte schaut Euch die angehängten Links an und
überlegt was Ihr davon haltet und falls Ihr die Petition
unterstützen wollt, unterzeichnet und streut diese Mail so gut
es geht in Eurem Berufsfeld und Bekanntenkreis.

Weitere Informationen zu den Plänen findet Ihr hier:
http://www.gruendungszuschuss.de/unternehmerwissen/geld-steuern/news/blog/das-wird-teuer-ab-2013-rentenversicherungspflicht-fuer-selbstaendige.html

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Protokoll zum Treffen mit Wolfgang Brauer/Kultursprecher Die Linke

Protokoll vom Treffen mit Herrn Wolfgang Brauer/Kultursprecher der Linken

mit Heimo Lattner und Annette Maechtel im Abgeordnetenhaus (15.5.12; Dauer ca. 1 Stunde):

  • wie aus der Dokumentation der Kulturkonferenz der Linken vom 2.9.11 hervorgeht, gibt es viele Überschneidungen zu den zielen von h&b. scheinbar sind sie Vertreter einer dezentralen Kulturarbeit, Gegner der aktuellen Liegenschaftspolitik, sowie Verfechter von Ausstellungshonoraren: http://www.die-linkeberlin.de/fileadmin/download/2011/Broschuere_Kulturkonferenz_DIE_LINKE_2011.pdf
  • wir haben verabredet, dass Herr Brauer uns über öffentliche Sitzungen zu kulturpolitischen Themen im Abgeordnetenhaus informiert und relevante Textmaterialien und Informationen (z.B. Konzeptvorstellung Kulturleiterin Guggenheim Lab) zukommen lässt. Er möchte in unseren Verteiler, um über Veranstaltungen informiert zu werden.

wichtige Termine:

  1. Montag 4.6., 14 Uhr Kulturausschuss Thema ist Konzept Humboldtforum und Ausstellungshonorare in öffentlichen. Institutionen
  2. Genaues Datum noch unklar, 1. Sitzung nach der Sommerpause: Regierungskoalition, wird über die Kulturrichtlinien sprechen.

Fazit: Wir wollen im Gespräch bleiben: Ende der Sommerpause will Herr Brauer ein internes Treffen u.a. mit h&b, stadtneudenken, Koalition der freien Szene und Aktionsbündnis Berliner Künstler organisieren.

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Art as Work, tranzitdisplay / Prag, 15. Mai 2012, 19 Uhr

Art as Work

Discussion with Haben und Brauchen

Moderated by Tereza Stejskalová

Tuesday, May 15, 7 p.m.

 

How do artists in Prague and Berlin make a living? What problems do they face?

Is the artist an investor, a player on the market? Is artistic work an investment in the future? Or, does artistic work have value in itself, here and now?

Is there a difference between the ways in which galleries and museums in Germany and the Czech Republic do or do not recognize and value artistic work?

Is there a difference between artistic work and other types of work not recognized and remunerated by society?

How does the overall tendency of precarious working conditions and the lack of funding in culture in general influence the situation of the artist?

How can gallery institutions provide remuneration for artistic work?

Is a standard system necessary? According to what criteria could it be created?

Haben und Brauchen is an initiative that criticizes cultural politics of Berlin and voices the concerns of cultural producers living and working in the city. The issues addressed include urban development and gentrification, the dispossession of the commons, or the value of cultural work. It has published a manifesto that can be downloaded on their web site in English, German, and Polish.

http://www.habenundbrauchen.de/

http://tranzitdisplay.cz/

http://www.tranzitdisplay.cz/cs/node/488

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Haben & Brauchen beim Sternmarsch 12.März Berlin

Bild 1 von 12

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GLOBAL CHANGE NOW! 12. Mai

GLOBAL CHANGE NOW! Den globalen Aktionstag am 12. Mai als Anlass für einen öffentlichen Auftritt von Haben & Brauchen aufgreifen.

Wann? 12. Mai, 14:00 Uhr

Wo? Treffpunkt: Kottbusser Brücke. Sternmarsch zum Alex/Neptunbrunnen

Was? Verteilen des gekürzten Manifests
Öffentliche Sichtbarkeit – Plakate, Transparente, Outfits, Flyer
Unterstützen von GLOBAL CHANGE NOW!
Socialising

MACHT MIT!

sternmarsch
_________________________________info

Globaler Aktionstag, 12. Mai 2012
Am 12. Mai gehen weltweit Menschen auf die Straßen und Plätze, um einen grundlegenden gesellschaftlichen Wandel anzustoßen. Die massiven Probleme und Ungerechtigkeiten in Wirtschaft, Natur und sozialem Miteinander haben weltweit ihren Ursprung in einer unsolidarischen und naturzerstörenden Wirtschaftsordnung, fortwährendem Demokratieabbau, einem unsolidarischen Geldsystem sowie ungerechten Eigentumsverhältnissen. Das System ist nicht in der Krise, sondern die Krise ist das System! Nur gemeinsam werden wir in der Lage sein, ein gerechtes und solidarisches Miteinander zu entwickeln!
Deshalb heißt es am 12. Mai: Ya basta! Es reicht!
Und die Vision bleibt: democracia real Ya! Echte Demokratie Jetzt!
Macht mit – Sternmarsch zum Alex/Neptunbrunnen -

12. Mai – Los geht’s – an allen Startpunkten um 14 Uhr

http://12mai-berlin.org/

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reminder

Großer Akteurs- und ExpertenInnenRATSCHLAG
zur Neuausrichtung der Berliner Liegenschaftspolitik

Initiiert durch die Initiative Stadt Neudenken
www.stadtneudenken.net

Wann: 5. Mai 2012
Workshop 9:30 bis 16:30 Uhr

Führung: 17:00-18:30 Uhr
Podiumsdiskussion 19-21 Uhr
Ort: Forum Factory, Besselstraße 13-14, 10969 Berlin, 1. OG

Anmeldeformular, Programm – alle Veranstalter und ReferentInnen im Anhang und stets aktuallisiert unter: http://stadtneudenkenpublic.pbworks.com/w/page/53036423/Programm

Initiiert von der Initiative Stadt Neudenken und veranstaltet von über 20 Organisationen findet am 5.5.2012 ein großer „Akteurs- und ExpertInnenRATSCHLAG zur Neuausrichtung der Berliner Liegenschaftspolitik“ statt. Eingeladen sind neben Akteuren und ExpertInnen der Liegenschaftspolitik alle interessierten BürgerInnen sowie VertreterInnen aller Parteien des Abgeordnetenhauses.

Zur Debatte steht eine der wichtigsten Fragen der Berliner Stadtentwicklung: „Wie soll die Stadt mit ihren Grundstücken umgehen, damit deren Entwicklung einen nachhaltigen Beitrag zur Stärkung von kultureller, sozialer und wirtschaftlicher Vielfalt leistet?” fragt Leonie Baumann, Mitinitiatorin von Stadt Neudenken und Rektorin Kunsthochschule Berlin Weißensee. „Darüber wollen wir einen breiten Dialog anregen“.

 

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