Chronik

Alles begann mit der „Leistungsschau Junger Kunst aus Berlin’, die der damalige Oberbürgermeister Wowereit von Berlin initiieren wollte. Die Schau sollte frischen Wind in die Debatte um eine neue Kunsthalle bringen, doch es wurde ein „Offener Brief“ daraus, der sich kritisch mit den Plänen des Bürgermeisters auseinandersetzte. Mehr als 2.200 KünstlerInnen und Kunstakteure unterzeichneten diesen Brief.

In den folgenden Monaten lud Haben und Brauchen die Unterzeichner und Interessierten zur offenen Diskussionen, mit dem Ziel sich über die Bedingungen künstlerischer und kultureller Arbeit in der Stadt auszutauschen und eigene Veränderungsvorschläge zu entwickeln. Kollektiv wurde an einem Manifest gearbeitet, dass die Teilhabe aller Kunst- und Kulturschaffenden an dem von ihnen zum großen Teil mit erarbeiteten symbolischen Kapital der Stadt Berlin einfordert.

2012 reagierte die Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten auf den äußeren Druck und lud einen Teil der freien Berliner Kunstszene zum K2-Arbeitsgipfel ins Podewil ein. Organisiert wurde der Workshop von der Zentralen Intelligenzagentur – einer Werbeagentur. Acht sogenannte Sherpas wurden von ihr einberufen, die zuvor erarbeiteten Themenbereiche mit den TeilnehmerInnen vertieften.

Ob und unter welchen Prämissen Haben und Brauchen an diesem „Gipfel“ teilnehmen wollte, wurde zwei Wochen zuvor auf dem Summit im Kunstraum Kreuzberg diskutiert. Ein Teil der Anwesenden war entschlossen, die Einladung zum K2 anzunehmen und damit an einer Teilhabe, in der kulturpolitischen Arbeit der Stadt aktiv mitzuwirken und sie einzufordern, während ein anderer Teil – vor allem aus der Kritik an der Organisationsweise der Veranstaltung – sich für den Boykott aussprach.

Die Diskussion innerhalb der Arbeitsgruppen des K2 selbst waren geprägt von gegenläufigen Interessen und Haltungen der Teilnehmenden. Eines der wenigen greifbaren Ergebnisse der zweitägigen Diskussion war die Einrichtung eines Jour Fixe für Bildende Kunst, der ein Jahr später seine Arbeit aufnahm.

Mit dem Ziel den Dialog zwischen den Kunstakteuren und der Berliner Kulturpolitik neu zu beleben und zu verstetigen, wurde in einem ersten Jour Fixe Haben und Brauchen gemeinsam mit dem bbk berlin beauftragt, ein Konzept für einen langfristigen, selbstorganisierten Dialog zwischen Politik, Verwaltung und Kunstakteuren zu entwickeln.

Im Februar 2014 wurde in einer Wochenendklausur mit KünstlerInnen, Kulturakteuren und -initiativen an dem Konzept gearbeitet. Es wurden drei wesentliche und untrennbare Aspekte des Konzepts definiert: Arbeit, Stadt/Raum und Kunstbegriff, deren Eckpunkte in über mehrere Monate laufenden Workshops weiter ausgearbeitet wurden.
Im Oktober 2015 wurde das Ergebnis dem neuen Kulturstaatssekretär vorgestellt.

Haben und Brauchen lädt ein: „Bitte wenden. Sonst: Gegen die Wand!“ Präsentation und öffentliche Diskussion des Konzepts für einen längerfristigen Dialogprozess zwischen freien und institutionellen Akteuren der zeitgenössischen Kunst und dem Berliner Senat.

Montag, den 20. Oktober 2014 um 18 Uhr (Einlass: 17.30 Uhr)

ZK/U – Zentrum für Kunst und Urbanistik
Siemensstraße 27–49
10551 Berlin

Seit 2011 fordert Haben und Brauchen einen offenen kulturpolitischen Dialog zur Situation und Zukunft der Produktion und Vermittlung zeitgenössischer Kunst in Berlin. Mit der Bildung des Jour Fixe Bildende Kunst auf Anraten des Rats für die Künste im November 2013 und der Beauftragung von Haben und Brauchen und bbk berlin, ein Dialogkonzept zu entwickeln, hat die Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten einen solchen Weg nun eingeschlagen.

Im Rahmen eines internen Klausurwochenendes Mitte Februar 2014 nahmen drei Arbeitsgruppen ihre Tätigkeit auf und entwickelten über die letzten Monate – unter Beteiligung von Akteuren anderer Initiativen – drei Bausteine für einen langfristigen und überparteilichen Dialogprozess zu den gegenwärtig zentralen Fragen in den Bereichen Arbeit, Stadt/Raum und Kunstbegriff. Dieser soll die dringlich geforderten Anpassungen existierender Fördermodelle in der bildenden Kunst ergänzen und weiterentwickeln.

Im Ergebnis entstand ein Konzeptentwurf, der die entscheidenden Themenfelder der sozialen und kulturellen Stadtentwicklung aus Sicht der in Berlin lebenden KünstlerInnen und freien KulturproduzentInnen beschreibt, Hintergründe erläutert und vor allem ein mehrstufiges Verfahren vorschlägt, das diverse Akteure der zeitgenösssischen Kunst, stadt-, sozial- und kulturpolitisch aktive Gruppen und Initiativen sowie VertreterInnen der Politik und anderer Senatsverwaltungen mit einbezieht.

Das entwickelte Konzeptpapier wollen wir am 20. Oktober unter Anhörung einer darauf bezogenen Stellungnahme und der Pläne des Kulturstaatssekretärs Tim Renner vorstellen und öffentlich diskutieren.

Weiter lesen

HH & B — Geschichten aus Hamburg über Kunst, Arbeit und Stadtpolitik

HH&B_nbk_newsletter14

Haben und Brauchen und bbk berlin laden ein

HH & B
Geschichten aus Hamburg über Kunst, Arbeit und Stadtpolitik

Freitag, 14. Februar 2014, 19 Uhr

Projektraum des Flutgraben e.V.
Am Flutgraben 3
12435 Berlin
www.flutgraben.org

Kunst und Stadtpolitik sind in Hamburg eng verwoben mit einer aktivistischen Szene, welche der Indienstnahme von Kultur bei der Spaltung der Stadt widerspricht. Der Protest gegen die Internationale Bauausstellung und die Internationale Gartenschau in Wilhelmsburg, gegen den Abriss der Esso-Häuser in St. Pauli oder die Gentrifizierung des Schanzenviertels rund um die Rote Flora werden weit über die Stadtgrenzen Hamburgs hinaus wahrgenommen. Projekte wie „Park Fiction“, das „Gängeviertel“ oder „Not in Our Name, Marke Hamburg“ finden auch in Berlin großen Zuspruch. Zudem bilden die Plattformen „Recht auf Stadt“ und „Es regnet Kaviar“ neue Bündnisse zwischen Stadtpolitik und Kunstpraxis. Dies wollen wir in Bezug auf die Berliner Verhältnisse diskutieren.

Weiter lesen

Haben und Brauchen – Großes Strategietreffen II, Montag 11. Nov, 19 Uhr

Ort: Flutgraben e.V., Am Flutgraben 3, 12435 Berlin

Wir möchten die Fragen des letzten Strategietreffens von Haben und Brauchen am 16. Oktober bei ExRotaprint in großer Runde weiter besprechen und vertiefen: Wie kann unsere Diskursproduktion zur Kultur- und Stadtpolitik intensiviert und erweitert werden? Welche inhaltlichen Schwerpunkte wollen wir (neu) bearbeiten? Welche Formen der Umsetzung sind machbar und sinnvoll? Desweiteren wird es aus aktuellem Anlass um das Thema eines Kunstplans für Berlin gehen.

Wir freuen uns auf das Kommen aller, die sich Haben und Brauchen aktuell und/oder zukünftig zugehörig fühlen,

Ines Schaber und Florian Wüst

+++
Haben und Brauchen bietet für Akteure aus dem Kunstfeld und angrenzender Tätigkeitsbereiche eine Diskussions- und Aktionsplattform. Ziel ist es ein Bewusstsein und Selbstverständnis darüber herzustellen, was die künstlerischen Produktions- und Artikulationsformen, die sich in Berlin über die letzten Jahrzehnte entfaltet haben, auszeichnet und wie diese erhalten und weiterentwickelt werden können.

Haben und Brauchen – Großes Strategietreffen, Mittwoch 16. Okt, 19 Uhr

Ort:
ExRotaprint
Gottschedstr. 4
13357 Berlin

Haben und Brauchen wird weiterhin als wichtige kritische Stimme von KünstlerInnen und KulturproduzentInnen in Berlin wahrgenommen. In diesem Jahr veröffentlichten wir bisher einen offenen Brief an Klaus Wowereit aus Anlass der Debatte um die Verwendung der geplanten City Tax, verschickten Newsletters, gaben Interviews und nahmen an diversen Panels und Aktionen teil. Nicht weniger, aber auch nicht mehr.

Deshalb wollen wir in großer öffentlicher Runde zusammenkommen und besprechen, wie die Diskursproduktion zur Kultur- und Stadtpolitik von Haben und Brauchen intensiviert und erweitert werden kann. Welche inhaltlichen Schwerpunkte sollten vor dem Hintergrund der jüngsten Entwicklungen und den Wirkungen, die die Kampagne der Koalition der Freien Szene zeigt, neu gesetzt und ausgearbeitet werden? Welche Formen der Umsetzung sind denk- und machbar, notwendig und sinnvoll?

Wir freuen uns auf das Kommen aller, die sich Haben und Brauchen aktuell und/oder zukünftig zugehörig fühlen,

Joerg Franzbecker und Florian Wüst

++++++++
Haben und Brauchen bietet für Akteure aus dem Kunstfeld und angrenzender Tätigkeitsbereiche eine Diskussions- und Aktionsplattform. Ziel ist es ein Bewusstsein und Selbstverständnis darüber herzustellen, was die künstlerischen Produktions- und Artikulationsformen, die sich in Berlin über die letzten Jahrzehnte entfaltet haben, auszeichnet und wie diese erhalten und weiterentwickelt werden können.

info@habenundbrauchen.de
www.habenundbrauchen.de

HuB lädt ein: Kommt zu den Präsentationen der Ergebnisse der „K2“ am Donnerstag 15.Nov 18:00 und Freitag 16.Nov 13:30

ORT:
Palais Podewil, Theatersaal,
Klosterstraße 68-70
10179 Berlin.

Seit langem besteht der Wunsch, mit der Senatsverwaltung für Kulturelle Angelegenheiten über die Lage der Bildenden Kunst und ihre Perspektiven in Berlin einen kontinuierlichen Dialog zu führen. Vor anderthalb Jahren hatte „Haben und Brauchen“ der Senatskulturverwaltung einen konkreten Vorschlag für einen solchen Dialog gemacht. Er war auch Bestandteil der Koalitionsvereinbarung von SPD und CDU nach der letzten Wahl. Jetzt will die Senatskulturverwaltung diesen Dialog aufnehmen. Gemeinsam mit den Kulturprojekte Berlin GmbH und der Zentrale Intelligenzagentur wurde unter dem Titel „K2“ eine Dialogveranstaltung konzipiert. Eingeladen sind Akteure aus unterschiedlichen Bereichen der Bildenden Kunst. Die Diskussion findet an zwei Tagen statt. Am ersten Tag wird in Arbeitsgruppen zum Thema „Wo sehen Sie sich in 5 Jahren?“ diskutiert, am zweiten sollen unter dem Titel „Lieber Politiker, male mir…“ konkrete Handlungsvorschläge für die Kulturverwaltung entwickelt werden.

Am Donnerstag 15.Nov um 18:00 und Freitag 16.Nov um 13:30 werden jeweils die Ergebnisse der Arbeitsgruppen vorgestellt. Kommt zahlreich und zeigt mit eurer Präsenz Interesse an einem Kunstplan für Berlin. Die Veranstaltung ist nicht öffentlich, aber die Ergebnisse gehen uns alle an!

Programm und Gäste der K2:
http://tinyurl.com/c57yxsg

Nächstes Treffen von Haben und Brauchen: Vor dem Kunstplan – und nach dem Summit, Dienstag 6.November 2012, 20:30 Uhr

Berlin Carré, Raum 51b, 1. Etage,
Karl-Liebknecht-Str. 13

Vor dem kunstplan – und nach dem summit – gibt es genug bedarf nach einem weiteren treffen. Das Treffen soll in konzentrierter runde derer, die sich aktuell für h&b verantwortlich fühlen, stattfinden.

Thema wird u. a. auch die weitere Vorbereitung auf die K2 -Eine Dialogveranstaltung der Kulturverwaltung des Berliner Senats sein.

Wir bitten um Anmeldung: info@habenundbrauchen.de

Haben und Brauchen SUMMIT 27/28 Samstag 27. Oktober, 11:00-1900 und Sonntag 28. Oktober 2012, 11:00-19:00

Diskussionen und Workshops zu den aktuellen kulturpolitischen Themen
LIEGENSCHAFTEN, CITYTAX  und einem neuen KUNSTPLAN für Berlin. [3. Veranstaltung der Reihe „Haben und Brauchen in der NGBK“]

ORT:
Projektraum des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien
Mariannenplatz 2
D-10997 Berlin

Berlin will die Liegenschaftspolitik neu zu strukturieren. Im Januar 2013 soll die Citytax eingeführt werden. Und zum 15./16. November lädt die Kulturverwaltung des Berliner Senat zu einer Dialogveranstaltung ein, um künftige Handlungsfelder der Berliner Kulturpolitik zu diskutieren. Aus diesem aktuellem Anlass laden wir die Akteure und kulturpolitische Netzwerke zu einem Summit ein, um aktuelle Berliner Entwicklungen zu diskutieren und die eigene Positionierung zu schärfen.

Organisiert und Moderiert von Karin Kasböck/bankleer und Julia Lazarus

Mit freundlicher Unterstützung der NGBK und des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien

Weiter lesen

SUMMIT 27/28 Samstag 27. Oktober, 11:00-1900 und Sonntag 28. Oktober 2012, 11:00-19:00

im Projektraum des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien
Mariannenplatz 2
D-10997 Berlin

SUMMIT 27/28  / #3 Veranstaltung der Reihe „Haben und Brauchen in der NGBK“

Diskussionen und Workshops zu den aktuellen kulturpolitischen Themen. City-Tax, Liegenschaften und einem neuen Kunstplan für Berlin.

Berlin plant die Liegenschaftspolitik neu zu strukturieren. Im Januar 2013 soll die Citytax eingeführt werden. Zum 15./16. November lädt der Berliner Senat zu einer Dialog- veranstaltung ein, um künftige Handlungsfelder der Berliner Kulturförderpolitik zu diskutieren.

Die Veranstaltung gliedert sich in kurze Inputs, offene Diskussionen und parallele Workshops. Der Summit ist daher auch als Einladung zu verstehen, innerhalb der Arbeitsrunden an der eigenen Agenda weiter zu arbeiten. Es stehen fünf Räume zur Verfügung. Für Essen und Getränke wird gesorgt. Eine Kinderbetreuung ist nach Rücksprache möglich

Wir bitten um verbindliche Anmeldungen bis zum 24. Oktober unter: info@habenundbrauchen.de

Organisation:
Karin Kasböck/bankleer und Julia Lazarus
(Haben und Brauchen/ NGBK )

mit freundlicher Unterstützung des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien

#
Unter dem Titel „Haben und Brauchen“ versammelt sich seit Ende 2010 ein informeller Kreis von Berliner Kunstakteur_innen, um zu kultur- und stadtpolitischen Themen in Aktion zu treten.
Die NGBK als basisdemokratischer Kunstverein stellt ihre Ressourcen zur Verfügung, um die im Rahmen von „Haben und Brauchen“ entstandenen Diskussionen mit der Veranstaltungsreihe weiterzuführen.

Die ersten beiden Veranstaltungen der Reihe in der NGBK suchten die Perspektive über Berlin hinaus zu erweitern. Mit Blick auf eine überregionale / internationale Vernetzung ähnlicher Initiativen wurden künstlerische Handlungsmöglichkeiten und ökonomische Alternativen zur öffentlichen Kunstförderung diskutiert.  Zur dritten Veranstaltung der Reihe sind nun – aus aktuellem Anlass – kulturelle Akteure und kulturpolitische Netzwerke zu einem Summit einladen, um aktuelle Berliner Entwicklungen zu diskutieren und die eigene Positionierung zu schärfen.

www.habenundbrauchen.de / www.ngbk.dewww.kunstraumkreuzberg.de